Konya Village


Konya ist der Name einer Dorfgemeinschaft im Westen Kenias. Etwa 30 Kilometer entfernt liegt die naechste groessere Stadt, Busia, an der Grenze zu Uganda. Eine Stunde Autofahrt dauert es bis Mumias, dem naechsten Ort, der Elektrizitaet hat. In Konya gibt es keinen Strom und nur eine Wasserpumpe fuer die Schule.

Konya Village liegt in den Auslaeufern des Mount Elgon, am Fluss Nzoia. Das Klima ist heiss und schwuel, die ideale Voraussetzung fuer Malaria – eine der groessten Gefahren in Afrika. Auf dem recht fruchtbaren Boden pflanzen Kleinbauern Obst, Mais, Suesskartoffeln und Cassava an. Aber die meisten Menschen in Konya Village haben keine Perspektive, da sie weder Land noch Vieh besitzen. Und abgesehen von der Landwirtschaft gibt es wenig Moeglichkeiten Geld zu verdienen. Kaum ein Handwerksbetrieb kann sich am Leben halten. Und internationale Konzerne oder Hotels sind in diesem Teil Kenias nicht zu finden.

Armut und Hunger sind ein wachsendes Problem in der Region. Etwa 7100 Menschen leben in Konya zumeist in einfachen Lehmhuetten als Grossfamilien. darunter 60 HIV-Waisenkinder. Diese sind vollstaendig abhaengig vom Wohlwollen der Dorfgemeinschaft. Es gibt eine vom Staat finanzierte Grundschule, die theoretisch alle Kinder unentgeltlich besuchen koennen. Vorraussetzung ist allerdings, dass sie eine Schuluniform besitzen und die kostet umgerechnet etwa £ 5. Gerade fuer die HIV-Waisen ist der Schulbesuch damit unerschwinglich. Die Ausstattung der Schule ist sehr spaerlich. Die Klassenraeume sind ueberfuellt, fuer den Unterricht stehen kaum Buecher, Stifte oder Papier zur Verfuegung . Die dringend benoetigte Sekundarschule des Dorfes wurde wegen Geldmangels nie fertig gebaut. Kaum eine Familie kann sich zudem die Schulgelder fuer die weiterfuehrende Ausbildung leisten..


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